Wissenswertes

Trotz Schulpflicht können mehr als 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben. Persönliche Erlebnisse und gesellschaftliche Faktoren spielen eine entscheidende Rolle.

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BMBF

Ob eine Person als Analphabet gilt, hängt vor allem von den gesellschaftlichen Erwartungen ab. Unsere moderne Wissens- und Informationsgesellschaft stellt hohe Anforderungen an jeden Einzelnen von uns. Menschen, die zwar Buchstaben, Wörter, auch einzelne Sätze lesen und schreiben können, jedoch Mühe haben, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen, werden als funktionale Analphabeten bezeichnet.

Jeder kann es schaffen

Die Ursachen für die Lese- und Schreibschwierigkeiten sind komplex. Sie können aus einer familiären Struktur resultieren oder das Ergebnis von veralteten pädagogischen Konzepten sein. Entscheidend ist, dass Betroffene das Problem erkennen und nicht versuchen, ihre Lese- und Schreibschwierigkeiten zu verstecken. Es gilt ein Klima zu schaffen, das es ihnen ermöglicht, offen mit den eigenen Defiziten umzugehen.

Jeder kann es schaffen – unabhängig von Alter und Bildungsstand. Das zu vermitteln, ist Ziel der Alphabetisierungsarbeit, die mit Lernangeboten, finanziellen Fördermöglichkeiten und Informationsmaterialien für Unternehmen Anreize schafft, um funktionale Analphabeten zu motivieren, Lesen und Schreiben zu lernen.