Informationen zum Corona-Virus

Was genau passiert bei einem Corona-Test? Was muss ich über die Corona-Schutzimpfung wissen? Und welche Regeln gelten in meinem Bundesland? Antworten in einfacher Sprache und hilfreiche Links finden Sie hier. 

Das Corona-Virus breitet sich auf der ganzen Welt aus.
In Deutschland stecken sich immer noch Menschen mit dem Virus an.
Es gibt viele Informationen über das Corona-Virus im Internet.
Aber nicht alle Informationen sind richtig.

Hier sind wichtige Informationen über das Corona-Virus von sicheren Internetseiten.

Stand: Juni 2021

Regeln im Alltag 

Was ist die "Notbremse"?

Seit dem 23. April 2021 gilt das neue Infektions-Schutz-Gesetz. Darin ist die sogenannte „Notbremse“ enthalten.
Die Notbremse greift bei folgender Situation:
Drei Tage nacheinander wird gemeldet, dass es in den letzten sieben Tagen über 100 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner gab.
Steigt die Inzidenz, schließen wieder mehr Geschäfte und es gibt mehr Einschränkungen.
Steigt die Inzidenz sogar auf 165, schließen auch die Schulen und Kitas.
Eine Ausnahme ist die Not-Betreuung.

Sinken die Werte wieder unter 100 oder 165, gelten die Maßnahmen nicht mehr.
Die Notbremse-Maßnahmen gelten spätestens ab dem 30. Juni 2021 nicht mehr.

Informationen zu der Notbremse finden Sie beim Gesundheitsministerium.

Wann ist die Ausgangs-Beschränkung?

Die Ausgangs-Beschränkung gilt, wenn in einem Landkreis an drei Tagen nacheinander gemeldet wird:
In den letzten sieben Tagen gab es über 100 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner.
Dann müssen Sie zwischen 22 Uhr und 5 Uhr zuhause bleiben.
Sie dürfen aber bis Mitternacht allein an der frischen Luft spazieren gehen oder joggen.

Es gibt auch Ausnahmen von der Ausgangs-Beschränkung:
• Sie haben eine medizinischen Notfall oder müssen behandelt werden.
• Sie arbeiten oder sind auf dem Weg zur Arbeit.
• Sie müssen einer anderen Person helfen; einem Kind oder einer alten Person zum Beispiel.
• Sie müssen ein Tier versorgen.

Manche Bundesländer haben allgemein sogar noch strengere Regeln, die dann trotzdem gelten.

Über die einzelnen Regeln bestimmen die Bundesländer.

Welche Regeln gelten mit der Notbremse im Umgang mit anderen Menschen?

Es gibt eine Ausgangs-Beschränkung von 22 bis 5 Uhr.

Liegt die Inzidenz unter 100, gilt:
Es dürfen sich zwei Haushalte treffen.
Es dürfen aber höchstens fünf Personen sein.
Kinder unter 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

In öffentlichen Räumen müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.  
Halten Sie in der Öffentlichkeit zu anderen Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand.

Erlaubt sind:
der Weg zur Arbeit,
der Weg zur Betreuung für Kinder,
einkaufen,
Arztbesuche,
der Weg zu einer Sitzung oder zu einer Prüfung,
Hilfe für andere (zum Beispiel Einkaufshilfe),
Sport und Bewegung draußen allein oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person.
Je nach Infektions-Zahl ist Sport ohne Körperkontakt auch mit mehr Personen möglich.

Nicht erlaubt sind:
größere Feiern draußen oder drinnen, auch zu Hause,
Veranstaltungen mit vielen Menschen.

Die Polizei überwacht, ob die Regeln eingehalten werden.
Wer sich nicht an die Regeln hält, kann bestraft werden.
Reisen sind nicht verboten.
Die Bundesregierung bittet aber alle, auf Besuche und Reisen zu verzichten.

Auf der Internetseite von der Bundesregierung gibt es Regeln in einfacher Sprache.

Welche Regeln gelten im Umgang mit anderen Menschen in meinem Bundesland? 

Die Bundesländer haben einige zusätzliche Regeln erlassen.
Diese Regeln gelten dann nur in dem jeweiligen Bundesland.
Dazu gehören auch die Regeln für Schulen und Universitäten.
Jedes Bundesland veröffentlicht seine Regeln auf seiner Internetseite.

Zu den Internetseiten der Bundesländer geht es hier.

Welche Rechte haben geimpfte oder genesene Personen?

Personen, die vollständig geimpft sind oder bereits an Corona erkrankt und nun wieder gesund sind, haben mehr Rechte.

Für sie gilt die Ausgangs-Beschränkung nicht.
Sie benötigen für Geschäfte oder körpernahe Dienstleistungen wie den Friseur keinen Test.
Sie dürfen sich auch mit mehr Leuten treffen und werden bei einem Treffen nicht mitgezählt.

Mehr Informationen finden Sie bei der Tagesschau.

Welche Geschäfte und Betriebe haben geöffnet?

Mit den steigenden Corona-Zahlen mussten an vielen Orten die Geschäfte wieder schließen.
In den meisten Bundesländern ist nur das Einkaufen mit Termin („Click and Meet“) erlaubt.
In manchen Bundesländern sind die Geschäfte schon jetzt ganz geschlossen.

In manchen Landkreisen haben die Geschäfte unter Auflagen noch geöffnet. Für diese muss man einen anerkannten negativen Corona-Test vorlegen.
Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein.
Bleiben die Infektions-Zahlen niedrig, dürfen die Geschäfte mit bestimmten Auflagen wieder öffnen.
Restaurants dürfen Essen außer Haus verkaufen.
Aktuelle Informationen bieten die Bundesländer.
Sie entscheiden, was wann wieder öffnen darf.

Dauerhaft geöffnet sind:
Lebensmittelgeschäfte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken und Drogerien, Babyfachmärkte, Sanitäts- und Reformhäuser, Tankstellen, Buchhandlungen, Optiker und Hörgeräteakustiker.
Zeitungen, Tierbedarf und Futtermittel dürfen auch verkauft werden.
Auto- und Fahrradwerkstätten können öffnen sowie Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen und Waschsalons.

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Die wichtigsten Regeln für jedes Bundesland finden Sie hier hier.

Auf der Internetseite der Bundesregierung werden die fünf Schritte zur Öffnung von Geschäften und Betrieben erklärt. 

Wann und wo muss ich eine Maske tragen?

Eine Maske vor Mund und Nase verhindert die Ausbreitung des Corona-Virus.

Sie müssen an folgenden Orten eine Maske tragen:
• in öffentlichen geschlossenen Räumen,
• an Orten im Freien, wenn dort viele Menschen sind,
• in Bus und Bahn,
• beim Einkaufen und auch vor den Läden und auf den Parkplätzen.

Seit Januar 2021 muss eine medizinische Maske getragen werden, die besser schützt als eine Stoff-Maske. Das können „OP-Masken“, FFP2-Masken oder KN95-Masken sein.
In öffentlichen Verkehrsmitteln galt bisher eine OP- oder FFP2-Masken Pflicht.
FFP2-Masken werden hier immer mehr zur Pflicht.

Masken verhindern, dass beim Sprechen, Husten oder Niesen viele Tröpfchen in die Luft gelangen. Dadurch bremsen sie die Verbreitung des Corona-Virus. Sie sind aber kein wirklicher Schutz vor dem Virus.

Wichtig ist: Halten Sie auch mit Maske einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Menschen ein.

Die Bundesländer haben einige zusätzliche Regeln erlassen.
Diese Regeln gelten dann nur in dem jeweiligen Bundesland.

Die Regeln zum Tragen einer Maske stehen auf der Internetseite corona-leichte-sprache.de.

Weitere Informationen zum Tragen einer Maske finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Informationen zur Impfung  

Was muss ich über die Corona-Schutz-Impfung wissen?

Ein wichtiges Mittel gegen Corona sollen Impfungen sein.
Die Impfung hilft dabei, dass sich der Virus weniger stark ausbreitet. Schwere Verläufe und Todesfolgen werden verringert. Das gilt für alle bekannten Impfstoffe gegen den Virus.
Je mehr Leute sich impfen lassen, desto langsamer kann sich die Krankheit verbreiten und weniger Leute werden schwer krank. Das ist die sogenannte Herden-Immunität. Etwa 85 % der Bevölkerung sollten geimpft sein, damit der Virus wirksam bekämpft wird.
Geimpfte Personen können dennoch an Corona erkranken, sie sind aber weniger ansteckend. Auch nach der Impfung sollten Sie weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand zu anderen halten.

Informationen zur Corona-Schutz-Impfung finden sie bei der Bundesregierung und beim Robert Koch-Institut.
 
Fragen und Antworten zur Corona-Schutz-Impfung 
 
Die Impfungen werden von den Bundesländern organisiert. Informieren Sie sich auf der Internetseite Ihres Bundeslandes

Wer wird zuerst geimpft?

Wer geimpft ist, wird sehr wahrscheinlich nicht an Corona erkranken.
Mittlerweile gibt es immer mehr Impfstoff. Deshalb gibt es ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr für Impf-Termine. Auch junge und gesunde Menschen können nun einen Impf-Termin bekommen. Zum Beispiel beim Hausarzt oder Betriebsarzt.

Wer wann geimpft wird, können Sie bei der Bundesregierung nachlesen.

Die Impfungen werden von den Bundesländern organisiert. Informieren Sie sich auf der Internetseite Ihres Bundeslandes

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Bundesländer haben Impf-Zentren eingerichtet. Es gibt auch mobile Impf-Teams, die Pflege-Einrichtungen aufsuchen. Hausärzte und Betriebsärzte dürfen auch impfen. 

Informationen zu den Impf-Stellen bieten die Bundesländer.

Wie bekomme ich einen Impf-Termin?

Die Bundesländer vergeben die Termine für die Impf-Zentren.
Wenn Sie wissen wollen, ob und wie Sie sich impfen lassen können, können Sie die Seite www.116117.de besuchen.

Hausärzte vergeben selbst auch Termine. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Ärzte können ihre Patienten gezielt ansprechen und einen Termin vergeben. Bei Betriebsärzten bekommen Sie den Termin direkt über Ihren Betrieb.

Hilfe bietet die Seite www.116117.de.
Informationen, wie und wo Sie sich impfen lassen können, bieten auch die Bundesländer.

Wann wirkt die Impfung?

Der Schutz tritt nicht sofort nach der Impfung ein. Nach der ersten Impfung dauert es normalerweise zehn bis vierzehn Tage, bis die meisten Menschen geschützt sind. Eine zweite Impfung ist notwendig.
Der volle Schutz besteht etwa ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impf-Dosis. 
Auch nach der Impfung sollten Sie weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand zu anderen halten.

Mehr zur Wirkung erfahren Sie hier im Video.

Welche Impf-Reaktionen und Nebenwirkungen gibt es?

Impf-Reaktionen treten direkt nach der Impfung auf und zeigen, dass der Körper auf die Impfung reagiert.
Das ist ganz normal und die Reaktionen halten nicht lange.
Dazu gehören zum Beispiel Kopfschmerzen, Schüttel-Frost, Übelkeit und Schmerzen am Arm. Das ist harmlos.
Nebenwirkungen können gefährlicher sein, aber treten sehr selten auf.
Dazu gehören zum Beispiel Blutgerinsel im Gehirn. Es ist dennoch sicherer, sich impfen zu lassen.

Wenn Sie Bedenken haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Mehr zu den Impf-Reaktionen und Nebenwirkungen erfahren Sie im Video oder bei der Bundesregierung.

Wie sicher ist der Impfstoff? Wurde er genug getestet?

Der Impfstoff wurde sehr schnell entwickelt, da er dringend benötigt wird. Die Entwicklung wurde stark gefördert. Normalerweise dauert das länger. Alle Impfstoffe wurden aber sorgfältig an mehreren tausend Personen getestet, bevor sie zugelassen wurden.
Auch nach der Zulassung werden die Impfstoffe weiterhin geprüft. Es gibt zahlreiche Studien.
Der Impfstoff gegen Corona ist genauso sicher wie andere Impfstoffe. Nebenwirkungen gibt es bei allen Impfungen.

Mehr zur Sicherheit des Impfstoffs erfahren Sie hier im Video.
Das Testverfahren erklärt die Bundesregierung.

Kann die Impfung Langzeitfolgen haben?

Langzeitfolgen sind sehr selten und treten innerhalb von 2 Monaten nach der Impfung auf.
Bei den Tests gab es in diesen Zeiträumen keine Langzeitfolgen.
Dennoch gibt es manchmal Nebenwirkungen, die während der Tests nicht auftreten. Das ist aber noch seltener. Eine Impfung ist dennoch sicherer als das Risiko einer Erkrankung.

Die Risiken zu Langzeitfolgen erklärt die Bundesregierung.

Wie wirkt sich die Impfung auf die Fruchtbarkeit von Frauen aus?

Die Impfung hat keine Auswirkungen. Dies wurde bei der Zulassung getestet.
Wenn die Impfung unfruchtbar machen würde, würde dies auch die Erkrankung selbst. Dies ist nicht der Fall und wurde bisher weltweit nicht beobachtet.

Informationen dazu bietet die Bundesregierung.

Wie lange nach einer Impfung bin ich immun?

Der Schutz hält sicher 12 Monate. Danach ist eventuell eine Auffrischung nötig. Diese ist an die Varianten des Virus angepasst und verlängert den Schutz.

Die Dauer des Schutzes wird hier im Video erklärt.

Informationen zum Testen  

Wo kann ich einen kostenlosen Schnelltest machen? 

Alle Bürgerinnen und Bürger können einen kostenlosen Schnelltest pro Woche machen können.
Um die Umsetzung kümmern sich die Bundesländer.
Zum Beispiel, indem sie Test-Zentren einrichten.
Dort testen Ärzte und anderes Personal.

Es gibt jetzt auch so genannte Selbst-Tests.
Diese sind aber nicht kostenlos. 
Die kann man zuhause selbst machen.
Sie sind ab sofort im Handel erhältlich.
Diese Tests können Sie im Alltag nutzen.
Zum Beispiel, wenn Sie sich mit jemandem treffen wollen.

Wenn Ihr Test positiv ist, müssen Sie zusätzlichen einen Test beim Arzt machen.
Bleiben Sie bis dahin zuhause.

Standorte für kostenlose Schnelltests in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Was ist der Unterschied zwischen einem PCR-Test, einem Antigentest und einem Schnelltest? 

PCR-Tests führt der Arzt durch. Die Auswertung erfolgt im Labor. Dieser funktioniert bereits mit wenigen Viren. Corona kann so früh erkannt werden. 

Antigen-Schnelltests funktionieren wie ein Schwangerschaftstest. Auf einem Streifen sieht man das Ergebnis. Dafür ist kein Labor notwendig. Ein Ergebnis erhält man z.B. in einem Testzentrum in 15 bis 30 Minuten. Allerdings sind mehr Viren für ein sicheres Ergebnis notwendig. 

Selbsttests funktionieren wie die Antigen-Schnelltests. Man kann sie aber überall kaufen und zu Hause verwenden. Der Test funktioniert mit einem Abstrich der Nase oder dem Speichel. 

Ein Video zu den Tests und weitere Informationen rund um das Thema bietet die Bundesregierung.
Hilfreiche Informationen gibt es auch auf zusammengegencorona.de .

Ich muss einen Corona-Test machen. Was passiert beim Arzt?

Sie müssen getestet werden.
Durch den Test kann man herausfinden:
Haben Sie das Corona-Virus oder nicht?

Infos zum Corona-Test finden Sie auf diesem Plakat