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Anzeichen für Lese- und Schreibprobleme
Anzeichen für Lese- und Schreibprobleme
„Ich habe meine Brille vergessen. Kannst du mir das vorlesen?“ Wer diese Bitte von einer Freundin oder einem Freund öfter hört, denkt vielleicht: „Da stimmt doch etwas nicht.“ Im Alltag gibt es verschiedene Anzeichen dafür, dass manche Menschen nicht ausreichend lesen und schreiben können.
Die Tante antwortet nicht auf Einladungen? Der Kollege befolgt schriftliche Anleitungen nicht? Der Mitarbeiter reicht wichtige Unterlagen nicht ein? Dann kann es sein, dass er oder sie Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben hat.
„Ich habe was mit dem Arm.“ „Sie können das besser schreiben.“ „Ich mache das zu Hause.“ „Die Schrift ist zu klein. Ich kann das nicht lesen.“ Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten erfinden oft Ausreden, um solchen Situationen aus dem Weg zu gehen. Oder sie fragen einen Freund oder Kollegen: „Kannst du das bitte übernehmen?“
Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten können einzelne Wörter und kurze Sätze lesen und schreiben. Beim Lesen von zusammenhängenden Texten haben sie aber Probleme. Wenn sie etwas vorlesen, benutzen sie oft einen Finger als Hilfe oder klingen abgehackt.
Wenn Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten etwas schreiben, machen sie oft Fehler. Viele von ihnen schreiben Wörter so, wie sie sie hören. Zum Beispiel „ich leren lessen un chramin“ statt „ich lerne lesen und schreiben“. Ihre Schrift ist unsicher oder sogar krakelig – wie die von Kindern in den ersten Schuljahren.
Viele Menschen haben Probleme mit dem Lesen und Schreiben. Keiner braucht sich dafür zu schämen. Das ALFA-Telefon hilft. Das ist kostenlos. Man braucht seinen Namen nicht zu nennen.
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